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 Flucht

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Keine Instrumentalisierung von Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen

Die Debatte über die Situation von Frauen in/aus islamischen Ländern erweckt den Eindruck, als bestehe hierzulande ein Interesse an der Verbesserung der Situation gewaltbetroffener Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen. Deren tatsächliche Lage lässt allerdings Zweifel daran aufkommen. Nur selten werden die gesetzlichen Verbesserungen in der Praxis umgesetzt. Statt dessen häufen sich Berichte über rigorose Abschiebepraktiken. Die Tore der „Festung Europa“ werden durch die vermeintlichen Hilfeangebote an gewaltbetroffene Frauen nicht weiter. Im Gegenteil: Die quotenträchtige Thematisierung der Unterdrückung „der muslimischen Frau" wird zur stärkeren Polarisierung gegenüber der „anderen“ Kultur und zur weiteren Abschottung der Grenzen eingesetzt. Neoliberale Globalisierung und religiöse Fundamentalismen gleichen sich darin, dass in all diesen Prozessen die Körper von Frauen als Kampffeld wie auch als Instrument zur ideologischen Eroberung und Kontrolle eingesetzt werden.

Größe: 473 KB | Format: pdf | Datum: 24.04.2009


Basisinformation zum Aufenthalts- und Flüchtlingsrecht (Stand Mai 2016)

Derzeit müssen Bund, Länder und Kommunen neue Strategien entwickeln, um die Versorgung und Integration der hohen Anzahl von geflüchteten Personen gewährleisten zu können. Rund ein Drittel der in Deutschland geflüchteten Menschen sind Frauen und Mädchen. Viele der Frauen fliehen vor geschlechtsspezifischer Gewalt, sind hier in Deutschland von Partnergewalt oder Gewalt in Unterkünften betroffen. Diese Frauen benötigen besondere Unterstützung. Die hohe Anzahl von geflüchteten Frauen, Sprachprobleme und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit während des Asylverfahrens auf ein Bundesland sowie unklare Informationen über die Leistungen für die Frauen erschweren jedoch die Arbeit des Hilfesystems. Die vorliegende Handreichung gibt einen ersten Überblick über (Rechts-)fragen und Abläufe des Asylverfahrens.

Größe: 2 MB | Format: pdf | Datum: 07.06.2016


Stellungnahme des Beirats des bundesweiten Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen

Die vom BMFSFJ berufenen Beirätinnen und Beiräte des bundesweiten Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen machen in dieser Stellungnahme auf die mangelnde finanzielle Ausstattung der Unterstützungseinrichtungen aufmerksam, die dazu führt, dass beispielsweise geflüchtete Frauen nicht vollumfänglich beraten werden können, da es an Ressourcen für Sprachmittlung fehlt

Größe: 274 KB | Format: pdf | Datum: 08.06.2016


KOK Handreichung rechtl. Änderungen Juni 2016

Insbesondere Änderungen im Aufenthalts- und Asylrecht haben direkte Auswirkungen auf die Situation der Betroffenen von Menschenhandel. Aus diesem Grund hat der KOK die vorliegende Handreichung für die Praxis in Auftrag gegeben, die diese aktuellen rechtlichen Änderungen seit Ende 2014 und deren spezifische Bedeutung für Betroffene von Menschenhandel darstellt sowie Hinweise für die Beratungspraxis gibt. Autorin der Handreichung ist die Rechtsanwältin Daniela Hödl, die seit 2000 als Rechtsanwältin in Hamburg mit den Tätigkeitsschwerpunkten Strafrecht und Nebenklage, Aufenthaltsrecht, Familienrecht arbeitet. Sie hat langjährige Erfahrung bei der Beratung von Betroffenen von Menschenhandel und ihrer Vertretung als Nebenkläger/-innen in Strafverfahren und gegenüber der Ausländerbehörde. Die Handreichung ist auch auf der Webseite des KOK zu finden.

Größe: 457 KB | Format: pdf | Datum: 20.06.2016


CORAktuell 46. Ausgabe

Nachdem wir uns im vergangenen Jahr gemeinsam mit vielen Kooperationspartner*innen mit dem Schutz von geflüchteten Frauen vor Gewalt befasst haben, wollen wir das wichtige Thema in der 46. Ausgabe der CORAktuell vertiefen. Die innovative Arbeit des Flüchtlingsfrauenhauses in Halle wird in einem Artikel durch Alona Stukuna und Natalie Andrä vorgestellt. Die Initiativgruppe Queer Refugees Support aus Hamburg berichtet in einem weiteren Artikel über ihr Projekt und informiert über Möglichkeiten der Unterstützung von LGBTIQ*-Geflüchteten. Die Autor*innen von „PRO BLEIBERECHT in Mecklenburg-Vorpommern“ geben ihre Positionen zum Inkrafttreten der Istanbul-Konvention und zum Gewaltschutz in Gemeinschaftsunterkünften in einem nächsten Artikel wieder. Außerdem finden Sie einen Bericht über das Kooperationsprojekt „Netzwerk Gewaltschutz“ aus der Region Rostock, in dem Mitarbeitende der Migrations-/Fluchtarbeit und der Anti-Gewalt-Arbeit gemeinsam an dem Schutz von Geflüchteten vor häuslicher und sexualisierter Gewalt arbeiten. Unsere Rubrik "Im Portrait" wird dieses Mal zu einem „Teamportrait“ von Dr. Grzywa-Holten und Birgit Schulz über das Frauenprojekt SOLA aus Greifswald. Unsere Redaktion wünscht Ihnen eine gute Lektüre und einen wunderbaren Frühling.

Größe: 2 MB | Format: pdf | Datum: 04.05.2018