Keine Instrumentalisierung von Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen

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Datum 24.04.2009
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Sprache DE
AutorInnen
HerausgeberInnen Zentrale Informationsstelle autonomer Frauenh
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Beschreibung

Die Debatte über die Situation von Frauen in/aus islamischen Ländern erweckt den Eindruck, als bestehe hierzulande ein Interesse an der Verbesserung der Situation gewaltbetroffener Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen. Deren tatsächliche Lage lässt allerdings Zweifel daran aufkommen. Nur selten werden die gesetzlichen Verbesserungen in der Praxis umgesetzt. Statt dessen häufen sich Berichte über rigorose Abschiebepraktiken. Die Tore der „Festung Europa“ werden durch die vermeintlichen Hilfeangebote an gewaltbetroffene Frauen nicht weiter. Im Gegenteil: Die quotenträchtige Thematisierung der Unterdrückung „der muslimischen Frau" wird zur stärkeren Polarisierung gegenüber der „anderen“ Kultur und zur weiteren Abschottung der Grenzen eingesetzt. Neoliberale Globalisierung und religiöse Fundamentalismen gleichen sich darin, dass in all diesen Prozessen die Körper von Frauen als Kampffeld wie auch als Instrument zur ideologischen Eroberung und Kontrolle eingesetzt werden.