Die Zahlen der Schutz- und Hilfesuchenden im landesweiten Beratungs- und Hilfenetz werden jährlich erfasst. CORA sammelt diese Daten und bereitet sie für verschiedene Interessengruppen auf.

Auf dieser Seite ist die Anzahl der Betroffenen nach den verschieden Einrichtungen des Beratungs- und Hilfenetzes aufgeschlüsselt.

 


Seit dem Auswertungsjahr 2018 werden die statistischen Daten hinsichtlich des Geschlechts nicht nur als männlich/weiblich sondern zusätzlich als divers bzw. keine Angabe (k.A.) ausgewertet und angegeben. Damit wollen wir dem seit dem 01.01.2019 geänderten Personenstandsgesetz und der damit verbundenen Einführung und Anerkennung der Geschlechterkategorie divers entsprechen. In die Kategorie keine Angabe gehen jedoch auch diejenigen Fälle ein, bei denen keine Geschlechtsangabe übermittelt wurde. Daher ist eine eindeutige Aussage zur Anzahl inter* oder nichtbinärer Betroffener momentan leider noch nicht möglich.Transfrauen werden in der Auswertung als Frauen erfasst, Transmänner als Männer.

 

 

Im Jahr 2020 hat das Beratungs- und Hilfenetz M-V insgesamt 4.369 Fälle von Gewalt gegen Erwachsene verzeichnet, die Schutz und Beratung suchten (vgl. 2019: 4.531 | 2018: 4.593). Zudem wurden insgesamt 4.033 Kinder und Jugendliche registriert, die mit häuslicher Gewalt, sexualisierter Gewalt, mit Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung oder Zwangsverheiratung konfrontiert waren (vgl. 2019: 4.153 | 2018: 4.210).


Schutz- und Hilfesuchende 2020 Erwachsene und mitbetroffene Kinder

Einrichtungen Erwachsene weiblich Erwachsene Männlich Erwachsene k.A./divers Erwachsene gesamt Mitbetroffene Kinder
Frauenhäuser 291 0 0 291 306
Frauenhäuser Fälle ambulant 929 0 0 929 860
Beratungsstellen für Betroffene häuslicher Gewalt 332 20 0 352 360
Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt 328 20 8 356 0
Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt und Stalking 1892 351 176* 2419 2151
Fachberatungsstelle Menschenhandel und Zwangsprostitution 20 2 0 22 0
Gesamt 3792 393 184* 4369 3677
Männer- und Gewaltberatung 7 64 0 71 0

 *Die hohen Zahlen basieren überwiegend auf Meldungen durch die Polizei, in denen die Geschlechterangabe nicht übermittelt wurde.

 

Von den 4.369 gewaltbetroffenen Erwachsenen, die im Jahr 2020 Schutz und Beratung erfahren haben, waren 3.792 Frauen, 393 Männer und 184 Personen ohne übermittelte Geschlechterangabe/divers (vgl. 2019: 4117 Frauen, 406 Männer, 8 ohne Angabe/divers). Damit sind 87% der erwachsenen Betroffenen weiblich, 9% männlich und 4% ohne Angabe/divers.


2020 wurden 3.677 Kinder und Jugendliche als "mitbetroffen" erfasst, da sie häusliche Gewalt in ihren Familien miterleb(t)en (vgl. 2019: 3.811 | 2018: 3.843). Das Geschlecht der Kinder und Jugendlichen wird nicht erfasst.

 

Die Gewaltberatung unterscheidet sich grundlegend von den anderen Beratungsarten, da sie nicht mit Gewaltbetroffenen sondern mit Täter*innen arbeitet. 2020 konnten 71 erwachsene Tatpersonen beraten werden (vgl. 2019: 159 Erwachsene, 12 Minderjährige | 2018: 269 Erwachsene, 11 Minderjährige). 

 

 

Schutz- und Hilfesuchende 2020 Kinder und Jugendliche

Einrichtungen Betroffene weiblich Betroffene Männlich Betroffene k.A./divers Betroffene gesamt
Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt 254 79 0 333
Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt und Stalking 14 3 1 18
Fachberatungsstelle Menschenhandel und Zwangsprostitution 5 0 0 5
Gesamt 273 82 1 356

  
Leicht angestiegen ist die Zahl der unmittelbar von Gewalt betroffenen Kinder und Jugendlichen.

2020 wurden 356 Minderjährige verzeichnet, die selbst häusliche Gewalt (18), sexualisierte Gewalt (333), Menschenhandel und Zwangsverheiratung (5) erlebten. Davon sind 76,7% Mädchen/junge Frauen, 23% Jungen/junge Männer und 0,3% ohne Angabe/divers.  
2019 suchten insgesamt 342 betroffene Minderjährige (vgl. 2018: 367) Schutz und Hilfe.

 

Auswertungszeitraum: 01.01. - 31.12.2020

 

Schutz- und Hilfesuchende nach Einrichtungen 2019

Schutz- und Hilfesuchende nach Einrichtungen 2018

Schutz- und Hilfesuchende nach Einrichtungen 2017

 

 

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