Gedenken an von Gewalt betroffene Frauen
20.12.2018

Nicht ganz aktuell, sondern eher nachträglich, möchten wir unserer Freude über die Lichteraktion vom 25.11.2018 Ausdruck verleihen.

Foto: Bildwerk Rostock / Flickr.de

Der 25.11. - Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen - wurde 1981 von latainamerikanischen und karibischen Feminstinnen zum Gedenktag für von gewalt betroffene Frauen und Mädchen ausgerufen. 1999 erkannten die Vereinten Nationen den Tag offiziell als internationalen Gedenktag an. Weltweit organisieren Frauenunterstützungsprojekte Aktionen und Veranstaltungen rund um diesen Tag, um auf die Diskriminierung, Unterdrückung und massive Gewalt, der Frauen und Mädchen nach wie vor ausgesetzt sind, aufmerksam zu machen - so auch Frauen helfen Frauen e.V. in Rostock.

Erstmalig nach vielen Jahren konnten wir, u.a. auf Grund eines besonders hohen Arbeitsaufkommens, unsere Lichteraktion anlässlich des 25.11. auf dem Doberaner Platz nicht organisieren und durchführen. In den Jahren zuvor entzündeten wir gemeinsam mit interessierten und unterstützenden Menschen, mit betroffenen Frauen und deren Angehörigen, mit Kooperationspartner*innen und mit zufällig dazu stoßenden Passant*innen Kerzen für jede Frau, die im vorangegangenen Jahr Hilfe und Unterstützung in unseren Einrichtungen gesucht hat, weil sie von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen war.

Mit Freude und Rührung erhielten wir im November eine Einladung der feministischen Gruppe "Randale Rostock", die das Fehlen der Lichteraktion bemerkte und kurzer Hand eine solche organisierte und dazu einlud, Kerzen zu entzünden, gewaltbetroffener Frauen zu gedenken und ein Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu setzen. Das Engagement der Gruppe und die Stimmung während der Veranstaltung verdeutlichten uns nicht nur, wieviel die Lichteraktion vielen Menschen in Rostock bedeutet. Diese spezielle Lichteraktion sendet zudem Betroffenen die wichtige Botschaft, dass sie gesehen werden und sich eben nicht nur institutionelle Hilfeeinrichtungen solidarsich und unterstützend zeigen.

Wir sagen Danke.