Weltweite UN-Studie zu häuslicher Gewalt
12.07.2019

Rund 50.000 Frauen sind 2017 nach einer UN-Studie von ihrem Partner oder von Familienangehörigen weltweit getötet worden.

Insgesamt starben 87.000 Frauen durch ein Tötungsdelikt. Das geht aus einem Bericht des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien hervor.

Wenn es sich um Partner oder Ex-Partner handle, seien die Taten meist nicht spontan, sondern stünden am Ende einer langen Gewaltspirale. Unter den Motiven spielten Eifersucht und Angst vor der Trennung eine wichtige Rolle.

"Die schockierende Verbreitung von Gewalt in der Partnerschaft bedeutet, dass das Zuhause statistisch gesehen einer der gefährlichsten Orte für eine Frau ist.", so Mlambo Ngcuka (Executive Director der UN Women).

Eine Übersicht des Bundeskriminalamts (BKA) zeigt das Ausmaß von häuslicher Gewalt in Deutschland. 2017 wurden fast 139.000 Opfer verzeichnet.

Laut BKA wurden hierbei 141 Frauen und 32 Männer von ihrem (Ex-)Partner oder der (Ex-)Partnerin getötet.

Die Zahlen verdeutlichen, wie relevant die Bekämpfung von häuslicher und sexualisierter Gewalt in Deutschland bleibt.

Das Beratungs- und Hilfenetz in MV bietet Opfern von häuslicher und sexualisierter Gewalt vertraulich, kostenfrei und parteilich Hilfe und Unterstützung an. Wir ermutigen Betroffene und Angehörige, Kontakt zu den Beratungs- und Hilfsangeboten in ihrer Nähe aufzunehmen.

Für weitere Infomationen dienen folgende Links:

BKA, Partnerschaftsgewalt Kriminalstatistische Auswertung – Berichtsjahr 2017

UN- Studie