Aktuelle Schwerpunkte

Im Jahr 2018 wird CORA 20 Jahre alt. Begonnen 1998 als Modellprojekt der Landesregierung zur Verbesserung der staatlichen Intervention bei häuslicher Gewalt, ist CORA mittlerweile zu einer festen Institution zur Koordination der Bekämpfung von häuslicher und sexualisierter Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern und in der Bundesrepublik geworden. CORA wird auch 2018 weiter an der Umsetzung des „Dritten Landesaktionsplan zur Bekämpfung von häuslicher und sexualisierter Gewalt M-V“ gemeinsam mit der Leitstelle für Frauen und Gleichstellung (Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung) mitwirken.

Die von CORA in Zusammenarbeit mit dem Beratungs- und Hilfenetz entworfene landesweite zur Erfassung von Fällen häuslicher und sexualisierter Gewalt,. Stalking, Menschenhandel und Zwangsverheiratung sowie der Täterarbeit kann 2018 zum zweiten Mal ausgewertet werden.

Frauen helfen Frauen hat 2017 eine Spende der „Aktion Deutschland hilft“ aus der Kampagne „Hilfe für Flüchtlinge in Deutschland“ von 20.000 € erhalten. Diese Summe wurde dazu verwendet, einen Themenschwerpunkt des „3. Landesaktionsplans zur Bekämpfung von häuslicher und sexualisierter Gewalt in M-V“, den verbesserten Schutz für geflüchtete Menschen in Gemeinschaftsunterkünften, über einen Zeitraum von einem Jahr zu vertiefen. Dafür ist Frau Sakowski mit 17,6 Stunden/pro Woche eigenverantwortlich tätig und im Büro von CORA ansässig um Synergieeffekte zu erzielen. Mit 12,4 Wochenstunden entlastet Rena Sakowski als Mitarbeiterin die Arbeit von Gisela Best.

Die Landeskoordinierungsstelle plant in Kooperation mit dem Beratungs- und Hilfenetz und dem Netzwerk Gewaltschutz die Broschüre „Wege aus der häuslichen Gewalt“ in mindestens vier Sprachen zu übersetzten.

CORA wird 2018 wieder für neue Mitarbeiter*innen im Beratungs- und Hilfenetz so genannte BASIC-Seminare kostenfrei anbieten. Die personelle Fluktuation stellt hohe Anforderungen an die Beraterinnen, die in Sicherheits- und Schutzkonzepte sowie in Hausorganisation und Netzwerkarbeit binnen kürzester Zeit eingearbeitet sein müssen. Mit Sorge sieht CORA die hohe personelle Fluktuation im Beratungs- und Hilfenetz. In fast allen Einrichtungsarten sind langjährige Kolleginnen ausgeschieden und mit ihnen auch Kooperationsbeziehungen und Erfahrungswissen.

CORA arbeitet in der AG Opferschutz des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung (LFK) mit. 2018 ist die Überarbeitung der Broschüre für Behörden zum Thema Stalking geplant.

In der landesweiten Arbeitsgruppe „Gewalt und Gesundheit“ ist CORA an der Überarbeitung des Ärzteleitfadens „Gesundheitliche Versorgung erwachsener Betroffener von häuslicher und sexualisierter Gewalt in M-V“ beteiligt.

Eine weitere landesweite Arbeitsgruppe, der Interdisziplinäre Erfahrungsaustausch, soll 2018 auf eine andere Form der Zusammensetzung setzten und neue Zielsetzung finden. Dies wird CORA in enger Zusammenarbeit mit Polizei, Interventionsstellen und Leitstelle entwickeln um eine nachhaltige Struktur zu schaffen.

CORA wird auch 2018 die Projekte und Vorhaben der Landesarbeitsgemeinschaften (LAG) unterstützten und im landesweiten „AK Netzwerk“ bündeln. Wichtige Themen sind der diskutierte Entwurf zum Rechtsanspruch der Frauenhauskoordinierung, Ausbau und Entwicklung des Hilfenetzes, gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und der einrichtungsübergreifende Fachaustausch.

CORA wirkt aktiv in der Konferenz der Landeskoordinierungsstellen (KLK) mit und ist mit den Landeskoordinierungsstellen der Bundesländer vernetzt und auf internationalen Netzwerktreffen vertreten.