Schutz und Unterstützung für betroffene Männer
30.04.2020

Bayern und Nordrhein-Westfalen starten das Hilfetelefon "Gewalt an Männern"

Gemeinsam haben die Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen (NRW) das Hilfetelefon "Gewalt an Männern" eingerichtet, bei dem sich gewaltbetroffene Männer unter der Rufnummer 0800 123 99 00 oder per Mail unter beratung@maennerhilfetelefon.de über Beratungsangebote und Unterstützungsstrukturen in den beiden Bundesländern informieren können. Bislang steht das Angebot nur für betroffene Männer, sowie Angehörige und Fachkräfte aus Bayern und NRW in den Sprechzeiten offen. Doch hoffen die Betreiber*innen, dass sich weitere Bundesländer anschließen werden.

Das Hilfetelefon berät zu verschiedenen Gewaltformen: häuslicher Gewalt, sexualisierter Gewalt, physischen Misshandlungen in der Kindheit, Zwangsverheiratung, Mobbing, Stalking/Cyberstalking, psychischer Gewalt, Gewalt im öffentlichen Raum und Gewalt mit Diskriminierungsbezug (z.B. aufgrund des Alters, einer Behinderung, des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung, einer Religionszugehörigkeit oder aus rassistischen Gründen).

Bereits am 1. Oktober 2019 ist die Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz gestartet. Die Koordinierungsstelle vermittelt u.a. Kontakt zu Männerschutzwohnungen, möchte ein bundesweites Netzwerk von Männerschutzeinrichtungen aufbauen und die Öffentlichkeit sowie Fachöffentlichkeit für die Gewaltbetroffenheit von Männern sensibilisieren.

In Mecklenburg-Vorpommern können sich von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt sowie von Menschenhandel und Zwangsverheiratung betroffene Männer und Jungen an das Beratungs- und Hilfenetz M-V wenden, um Beratung und Unterstützung zu erfahren. Bis auf die Frauenhäuser stehen alle Einrichtungen Betroffenen aller Geschlechter offen.