Erste bundesweite Auswertung zu §8a SGB VIII Daten
07.08.2013

In der Stellungnahme des Deutschen Jugendinstituts (DJI) wird die erste flächendeckende Erbehung zu Gefährdungseinschätzungen für Kinder kommentiert. Mecklenburg -Vorpommern weist einen sehr hohen Wert an Gefährdungsmeldungen aus.

Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) infomiert:
"Im Jahr 2012 führten die Jugendämter in Deutschland 107.000 Gefährdungseinschätzungen durch. Ob sich dahinter ein Anstieg oder ein Absinken der Zahlen verbirgt, ist nicht feststellbar, da die Jugendämter diese Zahlen erstmalig an das Statistische Bundesamt gemeldet haben. Die 2012 mit dem Bundeskinderschutzgesetz eingeführte jährliche Erhebung liefert von nun an eine belastbare Datengrundlage für einen verbesserten Kinderschutz. Das DJI kommentiert in einer Stellungnahme sowohl die regionalen Unterschiede (die Quotenspanne reicht von 43 bis 289 Fällen pro 10.000 Kindern und Jugendlichen), die Familienstrukturen, die Meldewege sowie Lücken in der Datenlage" (www.dji.de)

In der unten stehenden Datei findet sich auch eine Auflistung zu Gefährdungeinschätzungen der Jugendämter sortiert nach Bundesländern. "Die ausgewiesenen rund 107.000 Fälle insgesamt entsprechen einer Quote von 83 Verfahren pro 10.000 der unter 18-Jährigen (Angaben ohne Hamburg). Statistisch gesehen sind damit weniger als 1% der Minderjährigen pro Jahr von einer Gefährdungseinschätzung betroffen."

In Mecklenburg -Vorpommern wurden jedoch 168 Verfahren nach § 8a SGB VIII pro 10.000 der unter 18-Jährigen ausgewiesen. Verglichen mit dem Flächenland Niedersachens (43 Punkte) ist das ein sehr hoher Wert. Nur in Bremen und Berlin wurden noch höhere Werte erreicht.