Erster Bericht des bundesweiten Hilfetelefons
07.04.2014

Nach 10 Monaten "Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen" wird seitens des Bundes eine erste Bilanz gezogen.

Mit dem Jahresbericht veröffentlichen das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben am 31. März 2014 zum ersten Mal umfassende Details zur Arbeit und Nachfrage des bundesweiten Angebots und geben damit konkrete Einblicke in die tägliche Beratungspraxis des Hilfetelefons.

Die Telefonnnummer 08000 116 016 wird, so der Bericht, bei Fragen zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen und als 24-Stunden-Lotse zu den Beratungsstellen vor Ort genutzt, so die positive Botschaft nach 10 monatigem Betrieb des Hilfetelefons.

Knapp 40% der insgesamt 47.504 Kontakte führten zu qualifizierten Beratungen, das sind rund 18.800 Beratungsgespräche per Telefon, Chat oder E-Mail. Die Beratungen haben zu allen Tages-­ und Nachtzeiten, an allen Wochen-­‐ und Feiertagen stattgefunden.

48% der Beratungskontakte fanden zwischen 18 Uhr abends und 8 Uhr morgens statt.

In der Pressemitteilung (Nr. 13 vom 31. März 2014) ist zu lesen:

„Allein in Deutschland haben 35 Prozent der Frauen schon einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlitten. 22 Prozent sind von körperlicher und/oder sexueller Gewalt durch ihren Lebenspartner betroffen gewesen. Doch rund 85 Prozent der Frauen wenden sich nicht an eine Beratungsstelle, 66 Prozent der von Partnergewalt betroffenen und 75 Prozent der von Gewalt außerhalb der Partnerschaft betroffenen Frauen wenden sich an gar keine außenstehende Stelle.“

Der Bericht ist auf der Website des Hilfetelefons auch barrierefrei nachzulesen.