GEGEN SEXISTISCHE UND RASSISTISCHE WERBUNG
01.09.2017

Im August ist im Raum Rostock und darüber hinaus heftig über die Frage gestritten worden, was (Wahl-)Werbung darf und sollte und was nicht. Auslöser war ein Schreiben der LAG der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten zu einem Plakat im Rahmen der Bundestagswahl.

DER LANDESFRAUENRAT MV e.V. STELLT SICH KLAR GEGEN SEXISTISCHE UND RASSISTISCHE WERBUNG - AUCH UND GERADE IM WAHLKAMPF:

Sexistisch ist ein Plakat immer dann, wenn Frauen und Männer (nahezu) nackt gezeigt werden, obwohl es dafür keinen Grund gibt. Da es bei einem Plakat zur Bundestagswahl weder um Sonnencreme- noch um Bademodenwerbung geht, gehören solche Bilder da nicht hin. Hinzu kommt, dass auf dem angesprochenen Plakat eine mehr als fragwürdige politische Botschaft zu lesen ist, die klar rassistisch ist und eindeutig Ängste vor einer angeblichen „Islamisierung“ schüren soll, und das auf dem Rücken der Frauen.

Der Landesfrauenrat MV e. V. und seine Mitgliedsverbände, zu denen auch die LAG der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten gehört, setzt sich seit Jahren gegen sexistische Werbung ein. Und dass das mehr als notwendig ist, zeigt die aktuelle Diskussion, die in weiten Teilen von Unkenntnis geprägt ist und unsachlich, unfair und weit unter der Gürtellinie geführt wird.

Lassen Sie uns zurückkehren zu einer sachlichen Auseinandersetzung. Und am Ende entscheiden wir alle am 24. September, ob unser Land weiter mutig voranschreitet hin zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft.

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