Fachtagung „Beziehungsgewalt – Risikoeinschätzung und Sicherheitsplanung“
18.11.2013

Schwere Beziehungsgewalt, versuchte Tötungen und Partnertötungen machen eine multiinstitutionelle Risikoanalyse und Sicherheitsplanung erforderlich. Die Fachtagung im November 2013 gab Einblicke in Instrumente und Methoden aus polizeilicher und beraterischer Sicht.

Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit, konkret die Leitstelle für Frauen und Gleichstellung lud zur Fachtagung am 20. November nach Parchim ein.
Anlässlich des Internationalen Gedenktages gegen Gewalt an Frauen am 25. November veranstaltete die Leitstelle die Fachtagung „Beziehungsgewalt – Risikoeinschätzung und Sicherheitsplanung“.
Kriminalhauptkommissarin Diana Winterfeldt zeigte anhand eines Fallbeispiels "Partnertötung“ aus Mecklenburg-Vorpommern und Kriminalhauptkommissar Heiko Kenkel aus Hamburg aufgrund der „Gefährdungseinschätzung in Fällen häuslicher Gewalt“ aus polizeilicher Sicht Methoden und Instrumente der Gefährdungseinschätzung und der Risikoanalyse in Fällen häuslicher Gewalt und Stalking.
Kornelia Krieger von der Frauenberatungsstelle Osnabrück hat in ihrem Vortag „Die Gefährdung abwenden - Umgang mit einer komplexen Aufgabe" auf die wichtigsten Forschungsergebnisse von „PROTECT - Identifizierung und Schutz hochgefährdeter Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt“ hingewiesen und darüber hinaus die praktische Seite der Sicherheitsplanung aus Sicht einer Frauenberaterin aufgezeigt.

Zum Abschluss der Fachtagung wurde eine szenische Lesung „Am Anfang war es Liebe“ durch das Staatstheater Schwerin präsentiert. Anhand von Originaltönen der involvierten Professionen wurde auf Grundlage eines realen Falles von häuslicher Gewalt ein Drehbuch durch den Verein Frauen helfen Frauen e.V. Rostock verfasst.  Eindrucksvoll wurde aus Sicht einer Betroffenen gezeigt, wie sich ihre Paarbeziehung schrittweise bis hin zur Gewalt verändert.

Die Vorträge finden Sie unten stehend zum Download.