Ulrike Bartel neue Vorsitzende des Landesfrauenrates M-V
05.05.2017

Nach 6 Jahren Ehrenamt im Beirat des LFR-Vorstandes wurde unsere Geschäftsführerin nun am 4. Mai zur ehrenamtlichen Vorsitzenden des Landesfrauenrates M-V gewählt.

Ulrike Bartel mit Ministerin Stefanie Drese

Der neue LFR-Vorstand v.l.n.r. Kerstin Liebich, Katrin Schmuhl, Cathleen Kiefert-Demuth, Flora Mennicken, Ulrike Bartel, Claudia Ellmerich, Teresa von Jan

"Gewalt gegen Frauen ist nicht das individuelle Problem einzelner Frauen, sondern Ausdruck historisch gewachsener ungleicher Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen, die dazu geführt haben, dass die Frau vom Mann dominiert und diskriminiert wird und so daran gehindert wird sich voll zu entfalten."
aus dem Abschlussdokument der UN-Weltfrauenkonferenz von 1995 in Peking

Diese Tatsache ist für Ulrike Bartel Anlass und Motivation, sich im Landesfrauenrat M-V für die Gleichstellung aller Menschen, unabhängig vom Geschlecht, zu engagieren.

In der Vergangenheit hat sie das Thema häusliche und sexualisierte Gewalt immer wieder mit dem LFR öffentlich zum Thema gemacht. So 2015 mit der Petition `Opferschutz als Pflichtaufgabe`

2016 hat sie öffentlich auf die prekäre Förderpolitik der Landesregierung für die Einrichtungen im Hilfenetz hingewiesen und wird sich auch aktuell im Rahmen des LFR dafür einsetzen, dass das Land seine Personalkostenförderung an die Tarifentwicklung anpasst.

Ein Thema, das ihr am Herzen liegt und für das sie sich im LFR stark machen möchte, ist das besondere Armutsrisiko von Frauen: "Frauen erhalten heute ca. nur die Hälfte der Alterseinkünfte von Männern, Tendenz steigend. Die Lebenserwerbsbiographien von Frauen verlaufen i.d.R. anders als bei Männern - Elternzeit - Teilzeit wegen der Kinder - Familienpflegezeit für die Eltern. Die Rente muss diese notwendige Lebensleistung von Frauen viel stärker berücksichtigen."

Gemeinsam mit dem gesamten Vorstand des LFR wird sie sich in den nächsten drei Jahren noch weiteren Schwerpunktthemen widmen, wie: die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben  -  der Schutz von geflüchteten Frauen  -  die gendersensible Bildung  - sowie die Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und Anti-Feminismus.